Oberbürgermeister Dr. Vogel informiert

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Schule hat begonnen und Sie werden sich auch fragen, ob die ersten Schulwochen vernünftig ablaufen. Ich bin überzeugt, dass unsere Grundschulen gut auf die Situation vorbereitet sind, da ja der Unterricht in diesen Schulformen auch vor den Ferien schon relativ normal organisiert werden konnte. Freuen Sie sich gemeinsam auf den Schulbeginn in unseren schönen Grundschulen. Ich hoffe auch für alle Schülerinnen und Schüler in den weiterführenden Schulen, dass die Lerninhalte so gut wie möglich vermittelt werden können und digitale Lernangebote nur ergänzend eingesetzt werden müssen. 

Kurz noch ein Wort zu den Investitionen in den Schulen: Die Stadt hat auch im Jahr 2020 wieder viel Geld in die Schulen gesteckt. In den Sommerferien liefen z.B. die Sanierungsarbeiten in der Pestalozzi- und Geschwister-Scholl-Oberschule auf Hochtouren. Ein wichtiger Teil der Mauer am Gymnasium wurde fertig gestellt und in der Grundschule Kändler hat die Stadt ein weiteres Klassenzimmer saniert. Aktuell arbeiten wir an der Fertigstellung der Außensportanlagen in der Geschwister-Scholl-Oberschule und an der finalen Planung der neuen Turnhalle am Gymnasium.

Im Bereich Kita läuft die Generalsanierung am Hohen Hain auf Hochtouren und der Baubeginn für den Neubau am Wasserturm ist für Anfang 2021 geplant. Damit setzt die Stadt ihre Investitionsoffensive im Bereich der Kinderbetreuung für Kinder unter sieben Jahren fort. Zudem finanziert die Stadt zu einem großen Teil neben dem Land und den Eltern die Schlüsselverbesserungen und die Vor- und Nachbereitungszeiten. Auch wurden die Gehälter der Betreuungskräfte kontinuierlich an den Markt angepasst. Aus diesen Gründen ist der Kommunalanteil der Stadt von 2015 bis 2020 von 2.59 auf 4.4 Mio Euro angestiegen. Natürlich erhöht sich bei steigenden Gesamtkosten und bei steigender Qualität auch der Anteil der Eltern. Dies ließe sich nur vermeiden, wenn das Land oder alle Steuerzahler anteilig noch mehr übernehmen würden, als die bisherigen 77 %. Dazu kommen noch sämtliche Mietzahlungen und Abschreibungen, die auch zukünftig die Stadt allein finanziert. Trotzdem kann ich die Eltern verstehen, die unter der hohen Belastung bei den Krippenbeiträgen leiden, besonders in einer so unsicheren Zeit wie gerade in diesem Jahr. Ich werde daher mit dem Stadtrat eine Senkung der Elternbeiträge für den Krippenbereich diskutieren und wahrscheinlich bis zum Jahreswechsel umzusetzen. Obwohl die Stadt bei den Sportstätten und Freizeiteinrichtungen für Kinder sehr gute kostenfreie Leistungen anbietet, was bei weitem nicht in allen Vergleichskommunen der Fall ist, möchten wir damit einen weiteren Beitrag zur Familienfreundlichkeit in Limbach-Oberfrohna leisten.

Noch ein Wort zur Covid-19-Pandemie: ein heiß diskutiertes Thema ist, ob denn die Maßnahmen richtig waren und andauern sollten. Ganz sachlich muss man feststellen, dass in der Urlaubszeit punktuell die Zahlen der Infizierten wieder angestiegen sind. Zum Glück ist der Landkreis  Zwickau bisher nicht betroffen. Genau wird man aber alles erst in der  Rückschau in einiger Zeit beurteilen können. Bis dahin bin ich der Meinung, dass vernünftige Leute wie die Bürgerinnen und Bürger von Limbach-Oberfrohna das Motto „safety first“ verfolgen sollten. Also denken Sie auch weiter an Ihre Mitmenschen, deren persönliche Lage anders ist, die vielleicht älter sind oder Vorerkrankungen haben und damit auch mehr gefährdet sind. Diese sollten wir nach wie vor solidarisch unterstützen. Bleiben Sie fit, gesund und lebensfroh!

Ihr Dr. Jesko Vogel
Oberbürgermeister