Spannender Blick in die Geschichte

Esche-Museum und Schloss: Sonderausstellungen Heimarbeit und Gemälde und Grafiken der ehemaligen Schlossbesitzer zu sehen

Seit dem 3. Juli läuft im Esche-Museum die Ausstellung „Am Küchentisch: Heimarbeit und Hausindustrie im Wandel der Zeit“. Heimarbeit – heute als Home Office wieder in aller Munde – prägte über Jahrhunderte den Arbeitsalltag in der Region. Zunächst arbeiteten die Strumpfwirker in ihren bescheidenen Häusern, später unterstützte ein Heer von meist weiblichen Heimarbeiterinnen die boomende Stoffhandschuh-Industrie. Zu DDR-Zeit war Heimarbeit vor allem in der Trikotagenkonfektion weit verbreitet. Daran können sich noch einige Zeitzeuginnen erinnern, deren Beiträge als Interviews in der Ausstellung zu hören sind. Die Sonderausstellung greift ein bedeutendes aber bisher wenig beleuchtetes Thema der Industriegeschichte auf. Sie ist der Beitrag des Museums zum Sächsischen Jahr der Industriekultur. Die Schau läuft bis zum 15. November.
Eine Führung wird am 16. August jeweils 14,15 und 16 Uhr stattfinden.
Dafür bitten wir um Anmeldung unter Telefon: 03722/93039.

Öffnungszeiten: täglich außer montags von 13 bis 17 Uhr

Sommerferien im Esche-Museum
Malimo-Minis
Besonders beliebt im Ferienprogramm waren in den zurückliegenden Jahren Taschen aus Malimo-Stoff. In diesen Sommerferien gibt es die Taschen im Kleinformat: Malimo-Minis.  In ihnen finden allerhand kleine Dinge Platz, die man immer bei sich haben möchte. Die Täschchen sind schon vorbereitet und werden von den Teilnehmer*innen mit fröhlichen Motiven verziert und anschließend fertig gestellt. Erste Erfahrungen mit der Nähmaschine sind von Vorteil. Das Ferienprogramm findet am 20. und am 27. August statt. Als Zeiten können jeweils 14 Uhr und 15.30 gewählt werden. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung, da die Teilnehmerzahl auf 8 Personen begrenzt ist. Das Ferienangebot ist geeignet für Kinder ab 8 Jahre, gerne in Begleitung von Eltern oder Großeltern. Eintritt: Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Auf der Website des Esche-Museums wird regelmäßig ein "Objekt der Woche" eingestellt. Das aktuelle ist die Ur-Fassung der "Technik der Wirkerei" von Gustav Willkomm. Schauen Sie doch mal rein: www.esche-museum.de

Schloss Wolkenburg
Verlängerung der Ausstellung im Museum Schloss Wolkenburg
Im Museum Schloss Wolkenburg werden an den Wochenenden während der Sommerferien wieder die Öffnungszeiten erweitert. Dann können Besucher am Samstag und Sonntag bereits ab 11 Uhr das Schloss und die aktuelle Sonderausstellung besichtigen. Unter dem Titel „Endlich zu Hause. Die Sammlung Einsiedel ist zurück“ wird ein großer Teil der Gemälde und Grafiken aus der Sammlung der gräflichen Familie von Einsiedel gezeigt, die sich nun aufgrund einer großzügigen Schenkung der Familie im Besitz der Stadt Limbach-Oberfrohna befindet. Aufgrund der verspäteten Eröffnung wird die Schau bis zum 25. Oktober verlängert. Die ursprünglich für Ende August geplante Ausstellung mit einer Retrospektive zur Textilgestalterin Gudrun Schmidt aus Limbach-Oberfrohna wird auf 2021 verschoben. Die diesjährige Weihnachtausstellung „Allzeit mobil – Auto, Pferdebahn & Co“ mit Modellen aus der Sammlung von Albert Krenkel wird wie geplant ab dem 6. November bis Anfang Januar gezeigt.

Zu einem besonderen Spaziergang lädt darüber hinaus der Schlosspark ein: Seit Ende letzten Jahres können wieder alle Figuren aus Eisenkunstguss an ihren größtenteils originalen Standorten entdeckt werden. Die Eisenkunstgüsse wurden um 1800 in der gräflichen Eisengießerei in Lauchhammer meist nach antiken Vorbildern gefertigt und bereichern auch heute noch den Landschaftspark, der seinerzeit nach englischem Vorbild geplant wurde.

Der Festsaal ist ebenfalls zugänglich. Die Bibliothek bleibt geschlossen.

Öffnungszeiten: in den Ferien täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr

Vorschau:
Zwei Vorträge rund um die Familie von Einsiedel im September
Festsaal Schloss Wolkenburg

5. September, 10 Uhr:     
Detlev Graf von Einsiedel (1773-1861)
Dr. Michael Wetzel (Verein für Sächsische Landesgeschichte)

Im Revolutionsjahr 1830 galt Detlev von Einsiedel als der „bestgehasste Mann Sachsens“. Die vorausgehenden 18 Jahre hatte er als Kabinettsminister des Inneren und Äußeren die sächsische Politik in einem streng konservativen Sinn geprägt. Der Vortrag reflektiert die Motivation, Leistungen und Grenzen seiner Politik und würdigt seine Rolle als Unternehmer und Kopf der sächsischen Erweckungsbewegung.

Da die Besucher-Zahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per Telefon oder Mail bis zum 28. August (03722-93039 oder eschemuseum@limbach-oberfrohna.de).

13. September, 15 Uhr:   
Schlossbergung in Sachsen
Dr. Thomas Rudert (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

1949 gelangten die Kunstgegenstände der enteigneten Familie von Einsiedel von Wolkenburg im Rahmen der sogenannten Schlossbergung in die Kunstsammlungen Dresden. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe dieser Aktion, was mit den Objekten geschah und wie sie schließlich wieder zurückkamen. 

Die Teilnahme an beiden Vorträgen ist kostenlos.